Toskana - Urlaub in der Maremma |
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| Die südliche Küstenregion zwischen
Livorno und dem Monte Argentario wird als Maremma bzw.
Maremmen bezeichnet. Im Dialekt hieß dies: "Zum
Meer gehörend". Zur historischen Zeit bestand dieser Landstrich wirklich noch aus Meer. Aus Lagunen und Schwemmland entstand später eine sumpfige Ebene. Noch heute kann man dies im Hinterland z. B. bei Castiglione della Pescaia gut sehen. Die Etrusker besiedelten später diese Region. Sie begannen die Sümpfe zu entwässern, Landwirtschaft zu betreiben und Erz abzubauen. Sie bauten die Städte, die heute noch meist im Originalzustand zu sehen sind. Zu Zeiten der Römer wurde die Maremma sogar zur Kornkammer der Toskana. Als später das Römische Reich zusammenbrach versumpfte das Land wieder und die Malaria brach aus. Viele Bewohner flohen aus der Region bzw. zogen in die Berge und ins Hinterland. Unter den Habsburgern wurden im 18. und 19. Jahrhundert wieder große Flächen trocken gelegt. Aber der endgültige Erfolg kam erst in der Zeit von 1930 bis 1960 unter Mussolini. Große Flächen wurden urbar gemacht und Insektizide versprüht. Anophelesmücke - und damit die Malaria - sind seitdem endgültig ausgerottet.
Die Küste
teilt sich heute in lange Sandstrände, Sanddünen und
felsige Abschnitte auf. Im Sommer wird die Küstenregion
genau wie die Etruskische Riviera und die Versilia von
vielen Urlaubern oder der Bevölkerung aus dem Inland
besucht. Etwa 9 Kilometer
nordöstlich von Grosseto sind die Überreste der alten
Etruskerstadt Roselle. Zahlreiche Ausgrabungen können
Sie dort in erstaunlich gutem Zustand besichtigen.
In der Maremma leben die für die Region typischen cavalli maremmani. Diese ganz besonders robusten Pferde werden noch heute von den Butteri (Viehhirten der Rinderherden) als Reittiere genutzt. In Italien, genauer gesagt in der Maremma , gibt es die Figur des Buttero" - der italienische Cowboy- der mit seinem Pferd die großen Anwesen mit ihren Rinderherden kontrollierte. Da das Gelände häufig sehr unwegsam und unfruchtbar ist, war die Viehhaltung oft die einzige Nutzungsmöglichkeit. Sowohl das Maremma-Rind als auch das Maremma-Pferd sind als vom Aussterben bedrohte Rasse in verschiedene Foerderprogramme integriert. Ebenso wie die Einwohner dieses Landstriches werden auch die Pferde Maremmani" genannt, was die große Verbundenheit zwischen Menschen und Pferden bezeugt, die in dieser Erde antike Wurzeln hat. Die Aufzucht der Pferde, die überwiegend freilaufend in schwierigem Gelände erfolgte, hat über die vielen Generationen zu einer natürlichen Auswahl geführt, in der nur die robustesten Exemplare überlebten. Die wichtigsten Charakteristiken des Maremmano" sind seit jeher seine extreme Genügsamkeit, seine Robustheit und die enorme Energie, die es ihm ermöglichen, auch große Anstrengungen gut zu verkraften. Es handelt sich um Spätentwickler, die jedoch sehr langlebig sind und mit einem guten Immunsystem ausgestattet. Heute noch gibt es Maremma-Pferde, die wild" aufwachsen, und mit 3 oder 4 Jahren den ersten Menschen aus der Nähe sehen. Beachten Sie
bitte das der Küstenabschnitt zwischen Principina a Mare
und Talamone zum Nationalpark Parco Naturale della
Maremma gehört. Führungen und Wanderungen werden
angeboten. Der Park ist nicht nur für seine Fauna,
sondern auch als ganz besonders reizvoller Vogelpark
bekannt. Hier leben - außer in den Tropen -
Kanarienvögel und Kleinpapageien in ihrem natürlichen
Lebensraum. Das gesamte Territorium des Parks lässt sich
in zwei Gebiete aufteilen: In das der sumpfigen Gebiete
der Palude della Trappola, nördlich vom Fluss Ombrone
und in den südlichen Teil, der durch die Monti
dell Uccellina charakterisiert ist.
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